Startseite | Impressum | Inhaltsverzeichnis

Fein bemerkt

Mittwoch, 31. August 2011
Wie war der Urlaub?

Diese Frage wird oft gestellt, wenn man wieder zu hause ist. Aber wird sie auch wahrheitsgemäß beantwortet?

Ich möchte dazu nur ein Beispiel geben. Paguera oder Peguera auf Mallorca im Sommer 2011.

Machen Sie sich doch mal den Spass und lesen Sie sich bei diversen Reiseanbietern die Bewertungen von Juli und August durch, auch für höhere Hotelkategorien.

Da kann man schon auf den Gedanken kommen, gut dass man selbst nicht dort war. Man findet dort Texte und Fotos mit Hinweisen auf Schmutz, unfreundliches Personal, schlechtes Essen und immer wieder die Frage, wie ein Hotel an 4 Sterne gekommen ist.

Wenn Sie Stoff für eine Reportage suchen, dann bieten sich die Urlauberfotos und die schriftlichen Stellungnahmen als spannende Lektüre an.

Es gibt sicherlich viele Orte auf der Welt, die man so von ihren anderen Seiten entdecken kann.

Und hier zeigt sich auch, dass das Internet eine informative Funktion hat.

Eine andere Frage ist, ob die Bewertungen echt sind. Tja, wer weiß? Aber man sollte sich nicht auf die Zusammenfassungen aller Bewertungen bei Hitlisten von Reiseanbietern oder Vergleichsportalen verlassen, sondern selbst die Bewertungen durchlesen von der aktiven Saison und den letzten drei Monaten und dies auf verschiedenen Webseiten.

Dann gewinnt man einen Eindruck, der zu einer Urteils- und Entscheidungsfindung führen kann.

Haben Sie keine Angst, sich ihres Verstandes zu bedienen, glauben sie wenig und gucken sie immer, wer warum was macht.

In diesem Sinne schönen Urlaub

Freitag, 11. März 2011
Die ITB 2011 zwischen Google, Revolution und Tsunami

Persönliche Gedanken nach einem mehrtägigen Besuch

Noch nie waren so viele Länder auf der ITB vertreten, lautet es aus einigen Pressemitteilungen. Die Zahl 188 macht die Runde. Die ITB, die Internationale Tourismus Börse, ist eine Megamesse in Berlin.

Wer von Halle zu Halle wandelt, der erlebt die ganze Welt. Traditionell gekleidete Menschen vieler Völker und Kulturen, Denkmäler im Kleinformat und die Sehnsüchte der Touristen für den Urlaub werden geboten.

Es ist ein Ort der Kommunikation. Und für mich zeigt die Messe 2011 erstmals wie klein die Welt geworden ist.

Die Probleme der Welt lassen sich nicht wegdiskutieren. Die Ungerechtigkeit, die Diktaturen, die soziale Ungleichbehandlung, die ökologischen Probleme. Sie werden zunehmend Teil eines Problems, des Urlaubs.

Es gibt natürlich noch die Hotels, die alles vermitteln, was man für Geld kaufen kann.

So entstehen Kunstwelten, die diese Sehnsüchte verwirklichen wollen, in der Wüste oder um die Ecke.

Presse und PR scheinen hier oftmals Hand in Hand zu arbeiten (das ist übrigens ein eher deutsches Problem und Privileg für Journalisten). Man kennt sich, man versteht sich. Aber das ist nicht alles.

Ich habe für mich noch ein Phänomen entdeckt, das immer mehr sichtbar wird, die parallele und multiple Kommunikation.

Noch ist die Messe ein Fest für Druckereien. Aber mittlerweile gibt es viele Kataloge, die drucken immer mehr Internetadressen ab.

Noch ist die PR hier vielfach gedruckt zu finden. Noch spielt Google hier vor der Hand nicht die Rolle und in meinen Gesprächen war dafür so gut wie kein Problembewusstsein.

Ich glaube, das hängt u.a. damit zusammen, dass dann der Kuchen der PR-Abteilungen auch neu verteilt wird. Man stelle sich vor, es gibt keine einfachen Pressemitteilungen mehr sondern PR würde bedeuten zu positionieren in Suchmaschinen weltweit, weil die Anzahl der "Googler" immer mehr zunimmt.

Aber auch dies wird nur ein Teil der neuen Reisenden sein, neben dem Pauschalurlaub und dem Luxusressort. Und auch der Druck bleibt, denn seit der Ankündigung des papierlosen Büros wurde noch nie so viel gedruckt.

Die digitale Kommunikation ist ja schon da auf der ITB. Anbieter von Hotel- und Buchungsportalsoftware sind vertreten und die Anzahl der Buchungen im Internet nimmt, so sagte man mir, ständig zu. Schulungen für Hotelbewertungsportale habe ich auch gesehen. Das ist natürlich eine differenziert zu sehende Angelegenheit.

So wird der Reisemarkt der Welt langsam in neue Dimensionen kommen.

Und die digitale Welt als Teil der neuen Wirklichkeit zeigt eben auch, dass die Sehnsucht vieler Urlauber, unberührte Natur und unproblematische Regionen zu erleben, zunehmend verschwindet.

Und es entsteht eine zunehmende Kommunikation, die digitale Welt ist eben auch eine ständig verfügbare und sichtbare Wirklichkeit.

Dazu gehört der Umgang mit den Revolutionen rund um das Mittelmeer und dazu gehört die Information über das schreckliche Erdbeben in Japan und vieles mehr.

So zeigt die ITB die Welt und ihre Grenzen. Sie zeigt zugleich, dass Urlaub nicht mehr in einer anderen Welt stattfinden kann.

Für mich war auch interessant, dass die Ablösung der europäischen Urlaubsströme zunehmend stattfindet. Je mehr Geld in anderen Teilen der Welt verdient wird, desto mehr Geld wird mit eigenen Ansprüchen von dort aus für Urlaub ausgegeben.

Reisen bildet und die ITB zeigt Chancen, Grenzen und Wandel. Sie ersetzt in meinen Augen nicht das systematische Googeln aber sie zeigt die Vielfalt der Welt und echte Menschen.

Und man kann hier viel lernen über sichtbare und unsichtbare Netzwerke, über Kontaktpflege, über seriöse Informationen und die charakterliche Vielfalt der Welt und ihre Grenzen.

Zudem ist man dort immer in Bewegung, so dass die Gesundheit nicht zu kurz kommt ...

Donnerstag, 16. Dezember 2010
Schöne Ausstellung in Wien - Jüdische Ritualbäder von Peter Seidel fotografiert

Foto: Peter Seidel

Medieninformation, Dezember 2010

Die erste Wechselausstellung:
GANZ REIN! Jüdische Ritualbäder. Fotografien von Peter Seidel

Im Museum Judenplatz sind von 1. Dezember 2010 bis 27. Februar 2011 als neue Wechselausstellung die eindrucksvollen Fotos von Peter Seidel zu sehen. Die Fotografien, die in mehrjähriger Arbeit entstanden sind, lassen die Atmosphäre und die architektonischen Besonderheiten von Ritualbädern in Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien sichtbar werden und eröffnen überraschende künstlerische Perspektiven auf das jüdischen Ritualbad, in dem sich Frauen und Männer nicht nur hygienisch sondern vor allem spirituell reinigen, um rituelle Reinheit zu erlangen.

Der Frankfurter Fotograf Peter Seidel begann 1987 das jüdische Ritualbad zum Gegenstand seiner Arbeit zu machen. Er bereiste Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Spanien und fotografierte Ritualbäder aus der Spätantike bis zur Gegenwart. Mit seinen Arbeiten gelingt es ihm auf eindrucksvolle Weise, das Geheimnis »Mikwe« zu entmystifizieren und zugleich die private Atmosphäre des Ritualbades als spirituellen Ort einzufangen.

Rituelle Reinigung ist ein grundlegender Bestandteil der jüdischen Religion seit der biblischen Gesetzgebung. Ihr Ursprung liegt in den hier festgelegten Reinheitsvorschriften. Durch die Jahrtausende ändert sich nicht nur die architektonische Gestalt des Ritualbades. Auch die Bestimmungen zu seiner Nutzung sind einem ständigen Wandel unterworfen. Bis heute ist das vollständige Untertauchen im »lebendigen« Wasser ein Übergangs-Ritus, eine Neugeburt in einen ganz reinen Zustand.

„GANZ REIN!“ ist eine gemeinsame Ausstellung der Jüdischen Museen in Wien, Hohenems, Frankfurt am Main und Fürth. Zur Ausstellung erscheit ein reich illustrierter Katalog, der zum Preis von € 15,90 im Bookshop des Museums erhältlich ist. Das zu den Kulturbetrieben der Wien Holding zählende Museum Judenplatz (Misrachi-Haus, Judenplatz 8, A-1010 Wien) ist ab 1. Dezember von Sonntag bis Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, an Freitagen von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt € 4,-/€ 2,50 ermäßigt. Schulklassen haben freien Eintritt, Führungen und pädagogische Programme: Tel.: +43-1-535 04 31-130, 131 bzw. kids.school@jmw.at. Weitere Informationen unter www.jmw.at.

Das Jüdische Museum Wien dankt dem Sponsor Raiffeisen für die großzügige Unterstützung.

Mittwoch, 8. Dezember 2010
Entlang der Donau mit Fahrrad/Pedelec und Schiff

Luxus pur: Per Pedelec und Schiff entlang der Donau
Ein exklusives Donau-Reiseangebot erfüllt mit der Kombination aus eleganter Kreuzfahrt und komfortabler Radtour die Wünsche der 50- bis 75-Jährigen.


Köln, 30. November 2010 – Ab 2011 bietet der Kölner Reiseveranstalter Reiners-Reisen eine reizvolle Schiff & Rad-Rundreise von Passau über Wien, Bratislava und Linz an. Im Gegensatz zu vergleichbaren Kombireisen setzt
Reiners-Reisen auf individuelle Serviceleistungen und einen besonders hohen Komfort. Das Reiseunternehmen reagiert damit auf die gehoben Ansprüche an Aktiv-Flussreisen. Kombireisen zu Wasser und zu Land werden immer beliebter.
Laut einer aktuellen Emnid-Studie würden 37 Prozent der Deutschen eine Flussreise buchen, davon 48 Prozent der 50- bis 58-Jährigen. Der Urlaubstrend „Schiff & Rad“ steht ganz im Zeichen eines nachhaltigen, auf Klimaschutz bedachten Tourismus.

Komfort und Luxus für See- und Sattelfeste

Unter dem Motto „Rad & Schiff Donau Deluxe“ verbindet Reiners-Reisen eine romantische Flusskreuzfahrt auf einem 4+Sterne-Luxusschiff mit einer flexiblen Fahrradtour. Der gut ausgebaute Donauradweg zwischen dem österreichischen Linz
und dem slowakischen Bratislava führt mal direkt entlang des Ufers und dann wieder durch malerische Auenwälder. Dabei können die Reisenden täglich spontan entscheiden, welche Etappen sie per Schiff oder Pedale zurücklegen möchten. Ein
weiterer, in dieser Form einmaliger Service bietet zusätzliche Sicherheit: Auch kurzfristig ist ein Reisebus mit Fahrradanhänger vom Reisebegleiter abrufbar.
Die Radler können jederzeit auf den Bus umsteigen, der sie zur nächsten Schiffsanlegestelle bringt. Die Fahrräder der Reiseteilnehmer werden über den gesamten Reisezeitraum von acht Tagen im Anhänger des Busses transportiert. So
steigen die Reiseteilnehmer bequem auf ihre Räder und genauso unbeschwert wieder ab – um das Verstauen der Fahrräder kümmert sich das professionelle Reiseteam von Reiners-Reisen. Auf Wunsch können auch moderne Tourenräder und Pedelecs mit Elektroantrieb angemietet werden.

An Bord der stilvollen MS Amadeus Rhapsody befinden sich 69 geräumige, ca. 15 qm große Kabinen und zwei 22-qm-Suiten. Sonnendeck, Panorama-Bar, Fun-Pool, Bibliothek und ein exquisites Restaurant laden darüber hinaus zum Entspannen
ein. Eine Boutique und ein Friseursalon runden die Annehmlichkeiten an Bord ab.

Zu den Inklusivleistungen gehört zudem die Hin- und Rückreise nach/ab Passau in einem 4-Sterne-Reisebus.

Reiners-Reisen ist seit fast 20 Jahren ein Anbieter exklusiver Gruppenreisen zu deutschen und europäischen Zielen. Das Reiseunternehmen ist ein Spezialist für komfortreiche Kombireisen mit Bus und Bahn, Flugzeug, Rad und Schiff.

Weitere Reiseinfos telefonisch unter 0221 / 55 42 96 oder im Internet unter www.reiners-reisen.de



Weitere Presseinfos & Interviewkontakt:

Jutta Winkels Projektmanagement – PR – Veranstaltungen, Alteburger Str. 81,
50678 Köln, Tel. 0221. 376 24 54, E-Mail: presse@juttawinkels.de

Reiners-Reisen, Irma Reiners, Niehler Kirchweg 155, 50735 Köln,
Tel.: 0221. 55 42 96, Fax: 0221. 283 39 25, E-Mail: info@reiners-reisen.de

Donnerstag, 21. Oktober 2010
Der Mann in den Zauberbergen


Der Schriftsteller Thomas Mann verbrachte viele Sommer in Bad Tölz und genoss die Landschaft der Voralpen. Auch die Arbeit an seinem Roman „Der Zauberberg“ begann der Literat hier.

Die gute Luft und die Ruhe sollen es gewesen sein, die den deutschen Großdichter Thomas Mann immer wieder nach Bad Tölz zog. Ab 1906 reiste Familie Mann regelmäßig für den Sommer an die Isar und bald wurde diese Sommerreise in die Voralpen zu einer festen Institution im Jahreslauf. 1908 hatten die Manns ihr Sommerdomizil so weit ins Herz geschlossen, dass sie sich für den Kauf eines Grundstückes entschieden.
Möglich machte dies der – auch wirtschaftliche – Erfolg der „Buddenbrooks“, der Thomas Mann einen gesellschaftlichen Aufstieg verschaffte und einen gewissen Wohlstand mit sich brachte.

Bereits im November des Jahres war der Rohbau fertig – das neue „Landhaus Thomas Mann“ würde im nächsten Sommer bezugsfertig sein. Der Architekt Hugo Roeckl hatte einen Jugendstil-Bau entworfen, in dem Familie Mann bis 1917 fast jeden Sommer verbringen sollte und in dem der Schriftsteller sich bald auf dem eigenen Tennisplatz von der Schreibarbeit erholte. Thomas Mann sprach gern von seinem „Herrensitzchen“, obwohl das der Bedeutung seiner Tölz-Aufenthalte für sein weiteres Werk nicht gerecht wird. So nehmen die „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ im Haus in der Heißstraße ihren Anfang, ebenso die Novelle „Tod in Venedig“ und sein berühmter „Zauberberg“.

Während der Familienvater Mann in Bad Tölz weiter an den Werken arbeitet, die seinen wachsenden Ruhm festigen sollten, genossen die Kinder der Familie das Haus in Tölz als Sommerparadies – vor allem genossen sie den Wald, der sich gleich an das Grundstück anschloss. Nach dem Sommer 1917 war es damit allerdings vorbei. Ein Jahr vor dem Ende des ersten Weltkriegs trennte sich der Patriot Thomas Mann von seinem Sommerdomizil, um mit dem Erlös eine Kriegsanleihe zu finanzieren. Heute gehört das Haus zum St.-Josefs-Heim der Armen Schulschwestern und ist nicht öffentlich zugänglich.

Weitere Informationen gibt die Tourist-Information Bad Tölz, Max-Höfler-Platz 1, 83646 Bad Tölz, Telefon 08041/7867-17, Fax 7867-56, E-Mail: info@bad-toelz.de, Internet: www.bad-toelz.de.

Ältere Beiträge

Anmelden